1914 / 2014: Krieg ist wieder „in“

Zum Hundersten Jahrestag des Atentates von Sarajewo.
„Krieg ist wieder in“.

Gedanken(v)erbrechen

Eben las ich die Überschrift „Ein einziger Schuss löste den ersten Weltkrieg aus“ – heute vor 100 Jahren fand das Attentat auf den österreichisch-ungarischen Thronfolger Franz Ferdinand statt. Aber das mit dem einen Schuss ist natürlich bodenloser Unsinn, genauso wie die eigenwillige These des Historikers Christopher Clark, dass Europa in den ersten Weltkrieg geschlafwandelt sei. Als ob die europäischen Großmächte ihre jeweilige Hochrüstung nicht mit entsprechenden Absichten betrieben hätten! Als ob Kanonenboote oder Granatwerfer im Traum entstanden seien und nicht von einer eigens dafür geschaffenen Industrie, die mit entsprechenden Mitteln in kürzester Zeit auf Kriegsproduktion mit dem entsprechenden Ausstoß an Vernichtungsgerät aller Art getrimmt werden konnte.

Pietà vor der Klosterkirche, Berlin Der ehemalige Pfarrer Gauck sollte man überlegen, was die Konsequenzen seiner Kriegsbegeisterung sind.

Aber noch viel schlimmer finde ich, dass hundert Jahre nach dem Beginn des großen Schlachtens in Europa, das dann mit dem zweiten Weltkrieg ein noch viel größeres weltweites Schlachten…

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